Woher die Hochschulen ihr Geld bekommen – und warum sie pleite sind

In Baden-Württemberg gibt es drei Säulen der Hochschulfinanzierung:

  1. Grundfinanzierung: Unbefristete Gelder des Landes, über die die Hochschulen frei verfügen dürfen und somit langfristige Planungssicherheit gewährleisten.
  2. Programmmittel: Zweckgebundene Gelder für zeitlich befristete Projekte.
  3. Drittmittel: Gelder, die meist wettbewerblich z.B. durch Ministerien, Forschungsgesellschaften oder Unternehmen vergeben werden.

Die Idee ist, dass durch Programm- und Drittmittel Impulse von Außen gesetzt werden können. Der Nachteil ist jedoch, dass sie nicht langfristig vorhanden sind und nicht alle Hochschulen gleichermaßen davon profitieren. Problematisch ist dies, da die Hochschulen die Gelder nicht dort nutzen können, wo sie nötig sind und gleichzeitig die Grundfinanzierung nicht ausreicht. Denn im inflationsbereinigten Vergleich mit 1998 bekommen die Hochschulen momentan 3540€ weniger Landeszuschüsse pro Studi – und das trotz gestiegener Aufgaben und Studizahlen! Programmmittel müssen in die Grundfinanzierung zur freien Verfügung übertragen und die Abhängigkeit von Drittmitteln durch ausreichende Grundfinanzierung verhindert werden.

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